Recency Bias
Ein kognitiver Fehler, der besagt, dass Menschen die zuletzt aufgenommenen Informationen (am Ende eines Textes oder einer Seite) am stärksten im Gedächtnis behalten und am stärksten gewichten.
Das bedeutet
Das Ende Ihrer Seite ist genauso wichtig wie der Anfang. Wenn der Kunde bis ganz nach unten scrollt (zum Footer), ist das Ihr letzter Eindruck. Wenn dort nur noch langweilige Links zum Datenschutz stehen, verpufft die gesamte Überzeugungskraft der Seite. Er geht mit einem Gefühl der Leere.
Die Konsequenz
Viele investieren tausende Euros in die "Hero Section" (oben) und lassen die Seite unten in einem Friedhof aus toten Links und langweiligem Kleingedruckten auslaufen. Der letzte Eindruck des Kunden ist somit: "Belanglos".
Der klassische Agentur-Fehler
Den Footer als reines Abstellgleis für rechtliche Links nutzen, anstatt ihn als den finalen, mächtigsten Call-to-Action der gesamten Customer Journey zu begreifen.
Das Praxis-Beispiel
Schlecht: Seite endet mit "Impressum | AGB | Datenschutz". Gut: Die Seite endet mit einer riesigen, farblich abgesetzten Box: "Sie haben bis hierhin gelesen. Lassen Sie uns aufhören zu scrollen und anfangen zu optimieren. -> [Jetzt 15-Minuten-Call buchen]".
Der Sofort-Hebel
Bauen Sie vor dem eigentlichen Footer auf jeder Seite einen "Pre-Footer" ein. Das ist ein großer, finaler Textblock, der den Hauptnutzen noch einmal in einem Satz zusammenfasst und den primären CTA-Button knallhart wiederholt.