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Mere-Exposure-Effekt

Der Mere-Exposure-Effekt besagt, dass Menschen Dinge (oder Marken) allein dadurch sympathischer und vertrauenswürdiger finden, je öfter sie ihnen unaufdringlich begegnen. Vertrautheit erzeugt unterbewusste Präferenz.

Das bedeutet

Vertrauen braucht Zeit und Wiederholung. Ein B2B-Geschäftsführer kauft keine 20.000-Euro-Dienstleistung beim ersten Klick. Wenn er Ihre Marke, Ihre Farben oder Ihr Gesicht aber immer wieder in seinem Feed oder seinem Posteingang sieht, stuft sein Gehirn Sie unbewusst als "bekannt und sicher" ein.

Die Konsequenz

Wenn Sie nur auf sofortige, harte Conversions setzen und Kunden, die nicht am ersten Tag kaufen, sofort aufgeben, verbrennen Sie Geld. Ohne kontinuierliche, sanfte Sichtbarkeit baut sich kein Vertrauen auf und der Kunde geht zum visuell präsenteren Mitbewerber.

Der klassische Agentur-Fehler

Aggressives Stalking. Manche Agenturen schalten Retargeting-Ads so penetrant, dass der Nutzer dieselbe plumpe Anzeige 15-mal am Tag sieht. Das erzeugt keinen Mere-Exposure-Effekt, sondern Reaktanz (Abwehrhaltung) und massiven Hass auf die Marke.

Das Praxis-Beispiel

Schlecht: Dem Website-Besucher wochenlang dieselbe "Jetzt kaufen!"-Anzeige hinterherjagen. Gut: Dem Besucher in Woche 1 einen Experten-Artikel zeigen, in Woche 2 ein Kunden-Interview und in Woche 3 ein sanftes Angebot. Die Marke bleibt im Kopf, ohne zu nerven.

Der Sofort-Hebel

Richten Sie eine simple Retargeting-Kampagne für Ihre Website-Besucher ein, die keinen harten Kauf fordert, sondern nur Ihren besten Content ausspielt (Brand Awareness). Kontinuierliche Sichtbarkeit schlägt schnelle Abschlüsse im B2B.

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© 2026 ChristophBeck. Alle Rechte vorbehalten.

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