Implicit Bias
Unbewusste Vorurteile, Annahmen und Stereotypen, die das Verhalten und die Entscheidungen einer Person steuern, ohne dass diese es merkt. Im Design werden diese durch Farben, Formen und Bildsprache ausgelöst.
Das bedeutet
Wenn Sie auf Ihrer Seite Bilder von dunklen Anzügen, Aktenkoffern und kalten Glastürmen nutzen, wecken Sie den impliziten Bias "Steif, langsam, teuer, altmodisch". Nutzen Sie klare Typografie, freundliche Farben und offene Gesichter, lautet der Bias: "Modern, agil, kompetent".
Die Konsequenz
Sie können in Ihren Texten noch so oft schreiben, dass Sie ein "agiles, modernes Unternehmen" sind. Wenn Ihr Webdesign implizit das Gegenteil ausstrahlt, gewinnt immer das unbewusste Vorurteil des Nutzers. Bilder sprechen lauter als Bulletpoints.
Der klassische Agentur-Fehler
Die Verwendung von veralteter 3D-Grafik oder Clipart-Männchen. Das erzeugt beim B2B-Käufer sofort den unbewussten Bias: "Das ist eine 1-Mann-Amateurbude aus dem Jahr 2005, denen vertraue ich keine 10.000 Euro an."
Das Praxis-Beispiel
Schlecht: Eine Website für Rechtsanwälte in knalligem Pink und Comic-Schrift (Der Bias "Unseriös" wird getriggert). Gut: Dunkelblau, Weiß, scharfe Kontraste und echte Teamfotos (Der Bias "Souveränität" greift sofort).
Der Sofort-Hebel
Prüfen Sie Ihre Typografie (Schriftart). Ersetzen Sie alte, staubige Standard-Schriften (wie Times New Roman) durch moderne, klare Sans-Serif-Schriften (wie Inter oder Roboto), um sofort den Bias "State of the Art" zu triggern.