Ein Wireframe ist das visuelle Grundgerüst (eine Art Skelett oder Blaupause) einer Website. Es zeigt in reduzierter, meist schwarz-weißer Form, wo später Bilder, Texte und Call-to-Actions platziert werden.
Sie fangen beim Hausbau auch nicht an, die Wände zu streichen, bevor das Fundament gegossen ist. Ein Wireframe ist Ihr architektonischer Bauplan. Es zwingt Sie dazu, sich auf die vertriebliche Logik, den Aufbau der Argumente und die Nutzerführung zu konzentrieren, bevor man sich in endlosen Diskussionen über Farben und Bilder verliert.
Wer direkt in WordPress oder dem Webdesign-Tool anfängt zu bauen, verliert unweigerlich den Fokus auf die Verkaufspsychologie. Das Ergebnis sind dann Seiten, die zwar hübsch aussehen, aber keine klare Struktur haben und folglich keine Leads generieren.
Der größte Fehler im Wireframing: Das Layout wird gebaut und später versucht jemand, krampfhaft Text in die Boxen zu quetschen. Es muss umgekehrt sein. Der Text (die Argumentation) diktiert das Layout. Schreiben Sie erst, skizzieren Sie dann.
Ein Wireframe muss nicht in einer teuren Software erstellt werden. Für den ersten Wurf reicht oft ein simpler Bleistift und ein Blatt Papier. Skizzieren Sie die Sektionen grob durch: Headline, Subline, Bild, Bulletpoints, Button. Stimmt die Storyline?
Änderungen in einem Wireframe kosten Sie oder Ihren Designer fünf Minuten. Änderungen an einer fertig programmierten, hochglänzenden Website kosten schnell Tage und tausende Euros. Klären Sie die Struktur, bevor das erste Pixel eingefärbt wird.